FJKA - 1. Zwischenstand

Ich hatte echt Angst. Davor, zum Zwischenstand nicht wirklich etwas vorweisen zu können. Vor dem großen Schweinehund und meiner noch größer...

Ich hatte echt Angst. Davor, zum Zwischenstand nicht wirklich etwas vorweisen zu können. Vor dem großen Schweinehund und meiner noch größeren Strickunlust. Immerhin strickt sich so eine schonmal gestrickte und wieder aufgeribbelte Strickjacke nicht mehr ganz so begeistert. Ich habe sogar gefürchtet, dass mir nicht einmal der Gruppendruck beim FJKA helfen würde. Schließlich ist der nur virtuell. Pfft. Was soll das schon helfen.

Tja. Alle Ängste und Bedenken kann ich großzügig über Board werfen. Denn ich bin mitten drin und voll dabei. Nach dem anfänglich zähen Verlauf steigerte sich meine Stricklust und was soll ich sagen? Es hilft, sich Ziele zu setzen. Ich wollte bis zum jetzigen Treffen so weit es geht mit dem Rumpf voran kommen. Und wo bin ich jetzt?


Beim zweiten Ärmel! Es ist unglaublich und ich bin sehr stolz. Weil ich stricke und stricke. Weil auch der erste Ärmel sich super gut mit Nadelspiel stricken ließ. Und weil die Jacke jetzt richtig gut passt. Viel besser als davor.

Die letzten Wochen waren spannend. Ich hatte bei der Ab- und Zunahme für die Taille schon beim ersten Versuch ein paar Probleme, denn ich bekomme immer Knoten ins Hirn, wenn da "jede 6. Runde" steht. Dank Metti und Anna und einer lustigen Konversation auf Instagram habe ich es dann dieses Mal verstanden. Eigentlich recht peinlich, wenn man nicht gescheit zählen kann.


Beim ersten Versuch hatte ich die Taille - also die Ab- und Zunahmen - in größeren Abständen gestrickt, weil ich dachte, vielleicht müsste ich das anpassen dank meiner Größe. Dieses Mal habe ich das nicht gemacht, und siehe da, es passt. Vielleicht ist Veera ja auch groß? Als Finnin durchaus denkbar. Aber kurze Arme hat sie. Oder ich sehr lange. Jedenfalls ist mein Ämel locker 10 cm länger als vorgegeben.

Der erste Ärmel ist also fertig und auch die Fäden schon vernäht. Fehlt der zweite Ärmel und die Blende. Das sollte doch zu schaffen sein. 

Ich bin froh und glücklich, dass diesmal alles passt. Und bin schon gespannt aufs fertige Ergebnis. Ein bisschen Angst habe ich, dass die Jacke von zu eng ist. Aber im Zweifel kann ich die Blende ja breiter stricken, das lässt sich alles regeln.

Euch vielen Dank für den virtuellen Druck - oder vielmehr für die virtuellen Daumen, Motivation und Bestärkungen! So hatte ich das Gefühl, dass ihr drauf wartet, einen positiven Zwischenstand zu sehen um euch dann mit mir zu freuen. Also: Danke schon jetzt zum Zwischenstand. 

Janine

Verlinkt zum Memademittwoch FJKA und zum aktuellen Memademittwoch

weekly special #10 - Handlettering

Ich bin ein bisschen verspätet mit meinem für diese Woche.  Macht aber nichts, solange noch nicht Freitag ist. Kurz auf den Kalender...

Ich bin ein bisschen verspätet mit meinem
für diese Woche. 

Macht aber nichts, solange noch nicht Freitag ist. Kurz auf den Kalender geschielt. Nö.

Heut nehm ich euch mit in die verrückte Welt des Handlettering. Ja, wie beim Nähen und Stricken sind auch beim Handlettern alle ein bisschen verrückt. Was der Nähfrau der Stoff ist der Letterdame der Stift. Echt jetzt. Seit Dezember 2016 habe ich mit dem Lettern begonnen und guckt euch meine Stiftesammlung an!



Ich habe ganz offensichtlich einen Sammeltick, und bin einfach nur von Meterware zu Stiftvarianten gewechselt. Nun brauche ich dringend eine bessere Aufbewahrung. So finde ich ja nie wieder was!

Angefixt haben mich alle, die schon lange lettern und dies bei Instagram zeigen. Nur für den Fall, dass ihr euch fragt, wer mich da geritten hat. Ich bin begeisterte Handletterer auf Instagram Folgerin und poste auch vor allem dort meine Letterings. Könnt ja mal auf meinem Account vorbei schauen. 

Handlettern ist kein neuer Trend, aber ein anhaltender. Und wie immer springe ich erst auf den letzten Waggon des Trendzuges auf, nie vorne mit dabei. Macht aber nichts, denn alle Stiftetanten und -onkels sind unglaublich nett und geben Tips und freuen sich mit mir (und andern Anfängern) über Erfolge. Das ist wunderbar!

Und Erfolge werden wirklich schnell sichtbar. Ich schwöre. Siehe die folgenden beiden Bilder von Dezember 2016 und März 2017. Wenn man erstmal die Stiftvorlieben und Papier gefunden hat, macht es gleich noch mehr Spaß.

12/2016

03/2017

Ich halte hier aber keinen Vortrag über das Material, dazu gibt es so viele tolle Seiten im Netz. Ich empfehle völlig aus dem Bauch heraus die Seite der wunderbaren Tanja aka Frau Hölle. Dort habe ich mich fürs erste orientiert. Es gibt aber so viele verschiedene Seiten und auf Pinterest und Youtube könnte man Tage nur für Buchstaben und Methoden verbringen. 
Ich mache also hier einfach mal Werbung für ein tolles Hobby. Es entschleunigt und macht Spaß. Man kann kreativ sein mit Stiften ohne ein wahnsinns Zeichentalent zu besitzen. Wer gerne doodelt ist hier genau richtig. Und zur Übung bieten sich diverse Letterchallenges an. 

Zum Beispiel #letterloversmeetstolkien 


oder #lustigeslettering


oder die monatliche #ilettertoo Sammlung von Judith.



Einzig das Problem "wohin mit den Blättern" wird immer schlimmer. Daher werde ich wohl beizeiten umschwenken von "täglich ein Lettering" zu "lettern nach Bedarf". Nutzungsorientiert. Die ersten Blankopostkarten liegen schon hier. So kann ich lettern und das geletterte gleich verwenden. 

Wie ist es bei euch? Letterer hier? Was macht ihr mit euren Letterings? Produziert ihr nur nützliches? Oder habt ihr schon Berge von Papier mit Worten und Texten?

So, jetzt habe ich große Lust, wieder was zu lettern! Ich musste zeitbedingt die letzten Tage aussetzen und habe gar nichts gelettert. Jetzt, beim tippen des Beitrages überkommt mich die Lust. Bin dann also mal am Schreibtisch.

Bis bald.

Janine

Verlinkt zum Creadienstag und den Dienstagsdingen







Sieben Sachen Sonntag - Zeit, Regen, Hüttenkoller

Kann sich von den Eltern größerer Kinder, die hier vielleicht mitlesen, noch jemand an die Zeit erinnern, in der sich ein Tag, eine Woche w...

Kann sich von den Eltern größerer Kinder, die hier vielleicht mitlesen, noch jemand an die Zeit erinnern, in der sich ein Tag, eine Woche wie Kaugummi zog? In der man meinte, die 12 Stunden des Tages seien so lang wie Wochen? Wo manches scheinbar kein Ende nahm?

Nun, mit größeren Kindern (oder mit zunehmdenem eigenen Alter) scheint es mir, als kehre sich das ganze um und mein Zeitgefühl wendet sich immer mehr zu "einmal geblinzelt, Tag um" und jedes Wochenende denke ich: "Was? Schon wieder eine Woche um?!" und überhaupt, nach Weihnachten ist vor Weihnachten. Oder so ähnlich.

So erwischte mich dieses Wochenende mal wieder voll unvorbereitet und zog dann auch noch in einem Wimpernschlag an mir vorbei. Wie entsteht diese beschleunigte Zeit? Mich erschrickt das manchmal. Gut, ich möchte diese zähen Tage nicht zurück, aber etwas weniger "zack und weg" wäre mit schon recht.

Also versuche ich ab und an mit Hilfe von Anita, zumindest im Rückblick, einen Tag revue passieren zu lassen. Aber auch der wöchentliche Siebensachensonntag huscht oft einfach an mir vorbei. Plötzlich ist er um und keine Kamera war zur Hand, keine Zeit zum rückschauen.

Diesen Sonntag hat es mal wieder geklappt, wenn auch "nur" mit Handyfotos. Aber immerhin. Leider habe ich einen leichten Hüttenkoller, weil ich nicht alleine draussen war. Jetzt, hier am Abend, merke ich dieses Defizit. Ich tröste mich damit, dass ich mir Montag früh frei nehme und raus gehe. Das muss ich auch dringend, denn ich habe bis dato null nada niente für meine kommende Linkparty zum Thema "neues Leben" zustande gebracht. Das treibt mich natürlich auch noch um. 

So, jetzt aber ein bisschen Rückschau auf diesen regnerischen und grauen Sonntag, den ich vor allem im Haus verbracht habe.
Einziger ausser Haus Aufenthalt war der Vorstellungsgottesdienst unserer ältesten Tochter. Nicht mehr lang, und die Konfirmation steht und bevor. Heute stellten sich alle Konfirmandinnen und Konfirmanden der Gemeinde vor und hielten ihren Gottesdienst zum Thema "Die 10 Gebote". Es ist schon spannend zu sehen, wie sich die Kinder damit auseinander setzten. Vor allem Respekt und Gleichberechtigung aller Menschen stand für sie im Mittelpunkt.

Zu Hause angekommen, nutzte ich die Zeit, das Haus zu putzen. Also so ganz stimmt das nicht. Mein Job ist das Staubsaugen, also tat ich diesen Job nach sehr langer Pause endlich mal wieder. So ist es richtig erzählt. Es ist also bei uns jetzt für sagen wir mal 12 Stunden sauber und aufgeräumt - ihr kennt das sicher.


Und weil ich schon dabei war, habe ich auch gleich mal meinen Schreibtisch aufgeräumt. Seitdem ich mit dem Handlettern begonnen habe, müllte er mehr und mehr zu. Meine Studienunterlagen verteilten sich überall im Haus, denn der Tisch war ja belegt. Nun ist er wieder freier, es türmen sich allerdings noch Dinge, die sortiert werden wollen. Aber das mache ich ein anderen mal.


Was natürlich auch nicht fehlen darf, war meine Strickjacke. Da sich ab heute wieder alle Strickdamen zum FJKA treffen, musste ich auch heute fleißig die Nadeln schwingen. Mein Ziel, das kann ich verraten, habe ich erreicht. Einen Beitrag zum derzeitigen Stand meiner Jacke liefere ich kommende Woche. 


Stricken allein macht mir aber nicht immer Spaß, also schaltete ich nebenbei auch noch die "Gilmore Girls" an, die ich seit Dezember mit meiner größen Tochter anschaue. Sie entwickelt sich immer mehr zu einem Fan. Und wenn es draußen eh vor allem regnet, schadet ein DVD Nachmittag gar nicht. Im Gegenteil.


Ansonsten habe ich heute noch ein wenig am Rechner gesessen. Emails beantwortet, diesen Beitrag geschrieben, eine Runde Social Media ... das Übliche halt.


Jetzt werde ich nur noch meine Kinder ins Bett schicken und dann vielleicht ein Buch lesen. Dieses hier habe ich mir schon mal ans Bett gelegt: "Das Europa der Könige". Ich habe Leonhard Horowski erstmals von seinem Buch in einer Talkshow sprechen hören (leider weiß ich nicht mehr, welche) und kurz darauf eine Kritik zum Buch in der TAZ gelesen. Und als Studentin der Geschichtswissenschaften bin ich wahrscheinlich eine der Zielgruppen. Jedenfalls musste ich mir dieses Buch kaufen und hoffe, es wird unterhaltsame und interessante Bettlektüre. 



Habt einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche.

Janine